Vivienne Westwood - man nennt sie "Queen of Punk" und ihre Mode ist schräg, schrill und exzentrisch. Ohne sich mit Schubladen abzugeben, verfolgt sie das Ziel, mit ihren Stoffkunstwerken Angepasstheit und nichtssagenden Schnickschnack von der Bildfläche zu verbannen. Ihre anarchistische Attitüde brachte den rotzigen Style der Londoner 70er als modisches Must auf die Pariser Laufstege, die im Vergleich dazu bisweilen nur Kleidchen und Stöffchen gesehen hatten, und ließen sie später Skulpturen aus Stoff schaffen, die nicht nur der Schwerkraft trotzten. All das ebnete ihr den Weg als ernstzunehmende und -genommene Designerin im schnelllebigen Modezirkus und brachte ihr zahlreiche Preise, einen englischen Adelstitel und auch eine Stelle als Gastprofessorin in Berlin ein, wo sie von 1993 bis 2005 Modedesign unterrichtete. Nun kehrt sie zurück: Am 11. November wird sie im Renaissance-Theater über ihre Kampagne >Active Resistance against Propaganda< sprechen, mit der sie der globalen Verblödung mit politischen Aktivitäten und einer neuen Modelinie zu Leibe rücken will. Diskussion erwünscht.
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