IVAN MARIGNONI
04 December 2007

Mit der Ausstellung >Loop<, die bis zum Dezember in der Galerie tornado-am-ostkreuz zu sehen ist, setzt Ivan Marignoni sein fotografisches Experiment fort, wobei er die Arbeit zu seinen vergangenen Werken vertiefen wird. In seinen Händen schwankt die Fotografie zwischen künstlerischer Praxis und soziologischer Forschung in einem komplexen Verwicklungsspiel des Menschen mit den alltäglichen Rhythmen: Während sie unausweichlich sein Leben markieren, zwingen sie ihn in einen obsessiven Strudel unterschiedlicher Aspekte - ohne, dass diese wirklich wahrgenommen werden. Um diesen Gedanken zu stützen werden die Strukturen untersucht, die - vom Menschen für den Menschen geschaffen -  seine Handlungen durch eine festgelegte Ordnung regeln. Das Ergebnis ist ein architektonisch konstruiertes Bild, das jedoch dank der Fotografie in einer ausdrucksstarken Vielseitigkeit gezeigt wird. Der Künstler löst mit seinen Fotos den Kreislauf des Lebens auf, sodass für den Betrachter eine von allen Bedingtheiten freie Reflexion möglich ist.


IVAN MARIGNONI
19 January 2007

Ivan Marignoni, ein berufserfahrener Fotograf, der sich auf Werbe– und Architekturfotografie spezialisiert hat, kam 2005 nach Berlin. Mit Hilfe der Subvention für „Junge Künstler“ durch die autonome Provinz Bozen, und der Unterstützung der Durst Phototechnik AG, eröffnet der Künstler in diesen Tagen in der Galerie Atelier C9 in Friedrichshain eine Ausstellung mit dem Titel "Nowhere Here". Marignoni widmet diese Ausstellung, seine erste in Berlin, einer bisher unbekannten Richtung seiner Werke: poetisch, melancholisch und obsessiv, wie er es selbst definiert. Die Obsession, die auf die unendliche Wiederholung von täglichen Aktionen und Rhythmen zurückgeht, und die Melancholie, die aus traurig-realen Situationen entstanden ist, erweisen sich als Hauptthematik von „Nowhere Here“. Stadtbilder, die durch die kluge Anwendung des Fokus unscharf sind, rufen dramatische Gefühle hervor, und geben einen Einblick in den persönlichsten und melancholischen Teil dieses jungen Künstlers. Bis 10.Februar. (Marta Fontolan)


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